Schadensersatz auf Neuwagenbasis auch bei mehr als 1.000 km Laufleistung

Der Kläger macht vor allem eine Schadensabrechnung auf Neuwagenbasis geltend. Sein Fahrzeug war am 09.05.2008 als Neuwagen erstmals zugelassen worden und zum Unfallzeitpunkt 2.067 km gelaufen.

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Die Beklagte ist unstreitig nach §§ 7 Abs. 1 StVG bzw. 823 Abs. 1 BGB, 3 PflVG grundsätzlich verpflichtet, dem Kläger die bei dem streitigen Unfall entstandenen Schäden zu ersetzen.

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Der Kläger kann zunächst Schadensersatz auf Neuwagenbasis verlangen. Denn trotz der Laufleistung steht ihm diese Abrechnungsweise zu, weil an seinem Wagen sicherheitsrelevante Teile beschädigt worden sind und die Wertminderung 2.000,00 € betragen hat. In diesem Fall sind anerkanntermaßen auch Fahrzeuge mit einer Laufleistung von mehr als 1.000 km wie Neufahrzeuge zu ersetzen.

LG Braunschweig: Urteil vom 27.11.2009 – 6 O 3256/08 (260), 6 O 3256/08

 
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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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