Kostenpauschale bei Verkehrsunfall

Reichen 20,00 €?

Wer unverschuldet einen Verkehrsunfall erleidet, muss sich darum kümmern, dass ihm sein Schadenersetzt wird.

Dafür muss telefoniert, herumgefahren, Post versandt und noch alles mögliche veranstaltet werden, das verursacht Kosten, die man sonst nicht gehabt hätte. Diese Kosten müssten vollständig ersetzt werden, wenn man jeden einzelnen Kostenfaktor nachweisen könnte.

Ein solcher Nachweis ist zwar denkbar, aber so aufwändig, dass man allein am Sammeln der Kostenbelege verzweifeln könnte. Nicht nur aus diesem Grunde ist ein Modell entwickelt worden, dass man jedem Geschädigten für all diese Kosten bei einem Verkehrsunfall eine Pauschale zahlt.

Über Jahre lag diese Pauschale bei 20,00 €, später in fast allen Gerichtsbezirken bei 25,00 €, in einigen sogar bei 30,00 €.

Einige Versicherung und Gerichte versuchen, diese so genannte „Kostenpauschale“ wieder auf 20,00 € zu drücken, weil z.B. angeblich in den Jahren die Telefonkosten gesunken seien.

Dieses Argument verfängt aber nicht, denn gleichzeitig sind die Fahrtkosten erheblich gestiegen, so dass jedenfalls eine Pauschale von unter 25,00 € nicht akzeptiert und moniert werden sollte. In dem überwiegenden Teil der Gerichtsbezirke bleibt es aktuell auch bei der Zuerkennung einer Kostenpauschale in Höhe von 25,00 €.

IMG_1285

 

Advertisements

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
Dieser Beitrag wurde unter Rechtsanwalt abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.